Jannis - Literary & Picturesque Outbursts
Johannes „Jannis“ Minopulos

[Jannis Minopulos ist am 31. Mai 2007 gestorben. ]


...erblickt am Morgen des 4. August 1963 in Wien das Licht der Welt. Bald erkennt er die Bedeutung der Sprache als Mittel zur Kommunikation und lernt reden.

In der Schulzeit entdeckt er seine Leidenschaft für die Kunst, er malt und zeichnet gerne, singt im Schulchor und bringt sich mit 14 das Gitarrenspiel bei.

Er verdient sich etwas Taschengeld als Straßenmusikant auf der Wiener Kärntner Straße und veröffentlicht 1982 mit einer Rockband eine Single (die jedoch nicht einmal floppt).

Nach der Matura beginnt er Jus zu studieren, malt und komponiert nebenbei, und als sein Vater ein griechisches Lokal eröffnet, verdient er dort seinen Lebensunterhalt. Inzwischen hat er in der Malerei seinen eigenen Stil entwickelt und verwirklicht in einem kleinen Heimstudio seine musikalischen Ideen.

1992 lernt er den Bassisten und Produzenten von Ostbahn-Kurti und der Chefpartie kennen, der ihn unter seine Fittiche nimmt und seinen Liedern ein professionelles Outfit verpasst.

Just als die Plattenfirmen die Studio-Demos zu hören bekommen und sich interessiert zeigen, bekommt Jannis gesundheitliche Beschwerden, er beginnt leicht zu hinken, ein Neurologe rät zu einer Untersuchung im Wiener AKH, wo nach zwei Wochen ein zwar gutartiger, jedoch im Rückenmark der Halswirbelsäule liegender Tumor gefunden wird.

Die Operation im Dezember 95 verläuft erfolgreich und nach einem Jahr ist Jannis, zwar noch eingeschränkt, aber wieder soweit selbständig, dass er ohne Unterstützung leben kann.

Im Sommer 97 verschlechtert sich sein Zustand wieder, und im August stürzt er dermaßen unglücklich, dass er sich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr bewegen kann.

Es folgt ein einjähriger Aufenthalt im Rehabilitationszentrum Weißer Hof, wo er auf sein neues Leben vorbereitet wird.

In dieser Zeit veröffentlicht er eine CD mit seinen Liedern und er lernt, wie man Computer mit Hilfe einer Sprachsteuerung bedient.

Im November 98 übersiedelt er dann nach Graz in eine betreute Wohngemeinschaft und arbeitet dort hauptsächlich am Computer, wo er Bilder nur über die Sprachsteuerung entstehen lässt und damit künstlerisch dort anschließen kann, wo er eine zeitlang gezwungen war, aufzuhören.

Im Dezember 2001 bekommt er zusätzliche Probleme mit der Halswirbelsäule, beschließt, sich im AKH untersuchen zu lassen, dort kommt er mit seinem Elektro-Rollstuhl zu Sturz, die Folgen sind ein Schädelbasisbruch und ab diesem Zeitpunkt muß er künstlich beatmet werden.

Ende Oktober kommt er nach Lainz, erlangt seine Stimme wieder und kann dadurch nach einem Jahr Pause wieder am Computer arbeiten. Es entstehen unzählige neue Bilder, von denen die besten hier zu sehen sind.

Bilder & Texte (c) Jannis Minopulos. Diese Seiten sind Teil der Wortwerkstatt. Design & Updates: Andrea Sturm.