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    <title>Textbild</title>
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    <dc:creator>chronistin@wortwerkstatt.at</dc:creator>
    <dc:rights>Copyright 2012</dc:rights>
    <dc:date>2012-01-25T00:56:22+00:00</dc:date>
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      <title>Blue</title>
      <link>http://www.wortwerkstatt.at/index.php/chronistin/blue</link>
      <description>Tage wie Regentropfen, rinnen die Fenster hinunter und lassen nichts zurück dabei. Maybe it&#8217;s all part of the plan. Ein Hauch von Vertrauen löst sich auf wie Bodennebel zwischen Häuserschluchten. Zurück bleiben Ecken und Kanten, scharf und klar. Schritte hallen zwischen kalten Ziegelmauern. Da vorne ist ein Licht. Da oben ist ein Blau. Von irgendwo taucht ein Glück auf, das zersprengt. Zerglückt. Frisch und hell und irritierend wie die Schwalben, die leichtstimmigen, die es schon lange nicht mehr gibt.</description>
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      <title>journey without a train</title>
      <link>http://www.wortwerkstatt.at/index.php/chronistin/journey_without_a_train</link>
      <description>this time the black beast attacked without warning. i hadn&#8217;t seen it in a while. like a monster hiding in the shadows until lights are turned off, it waited patiently for me to climb the stairs to my bed, to get under the covers and feel warm and cozy inside and out. it was still quiet when i started to drift off into some kind of half sleep. the beast chose the perfect moment to attack. the rare and perfect moment when in that state of half consciousness, i realize that sleep is just a breath away. would be just a breath away. if the beast had not decided to jump out right then. a beast without a face, without a name, without a body. a heavy wave of nothingness, drowning out sound and sight like a curtain of thick, black velvet. the beast makes me cry for a reason and without reason. the beast makes me believe there is no reason, and that no reason is just as good a reason as any reason at all. the beast does not need a reason, but it gladly takes any hint i leave to turn a reason into nothingness &amp;amp; the nothingness into its very own reason. the beast makes me want to scream and flee and crawl to safety, but there is no voice for screaming, no power for crawling. there is no safety, not as long as there are tears. i&#8217;ve known the beast for a long time, and i wish i had not, but then it is good, because i know: it will leave. it always did. it will this time. after taking it&#8217;s own time, time that cannot be measured in minutes or hours. not important. it will leave. it always did. it will leave.
and finally it does. there is no sleep after the beast is gone. there never is. not out of fear. the beast does not attack twice in one night. there is no fear. the beast takes the sleep back into nothingness, leaving me empty and awake. nothing to do but breathe. breathe myself back into my own life, into reality. this takes a while. a night that lasts 100 years. bird songs outside and the first touch of light. cars and workers, the sounds of a morning street, and this is all good. because it is real.
i venture out of my breathing chamber to turn off the alarm &amp;amp; open the window. then i climb back under my blanket &amp;amp; breathe some more. while the city awakes. while the sun tries in vain to reach through the clouds. while the train leaves the station. without me.</description>
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      <dc:date>2011-08-04T19:46:46+00:00</dc:date>
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      <title>Another Place</title>
      <link>http://www.wortwerkstatt.at/index.php/chronistin/another_place</link>
      <description>Der Himmel warm und sommerweich. Von ganz fern riecht es nach Grillerei, und irgendwo da draußen ist Musik. Erinnern wird jetzt wird wieder egal. Einatmen, ausatmen. Beinah erfasst mich die Leichtigkeit, erst ganz am Ende bin ich mir zu schwer. Doch das Dunkle ist da, es geht nicht weg. &#8220;Halt durch&#8221; flüstere ich zögernd in die Nacht und bleibe unendlich hilflos dabei. Verliere eine Träne, leise, als müsste ich mich schämen dafür. Der Wind, der zarte, kennt keine Namen, nur Musik.&amp;nbsp; Und ich bin dankbar. Dafür.</description>
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      <dc:date>2011-07-12T23:03:46+00:00</dc:date>
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      <title>Play &gt;</title>
      <link>http://www.wortwerkstatt.at/index.php/chronistin/play</link>
      <description>2 hochnäsige donnervögel, extra für mich. katzenglück schnurrt zusammengerollt ± draußen, noch verwirrt, erste zwitscherversuche. weißer kater leckt sich die pfote vor violettem haus. den wiesen  hat man die decke weggeschmolzen. sie wirken verschlafen. vor dem bagger gähnt ein l°ch, eine krähe beschwert sich verhalten. die fahrscheine bitte. ein kriegs~schiff mit wohnwagen davor im nichts.

nichts.</description>
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      <dc:date>2009-03-03T20:11:57+00:00</dc:date>
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      <title>Und manchmal</title>
      <link>http://www.wortwerkstatt.at/index.php/chronistin/und_manchmal</link>
      <description>Ganz selten nur. Und nur an stillen Sonntagen. An stillen, hei&amp;szlig;en Sonntagen, die das Kindergeschrei brauchen, um still zu sein. Manchmal dann. Diese Sehnsucht. Nach einem ganz normalen, nichtssagenden Leben in einem ganz normalen, nichtssagenden Wohnblock. Manchmal.

Leicht sch&amp;auml;big, und immer am Rand. 

Schon an der n&amp;auml;chsten Ecke wieder dankbar, dass es nicht sein muss.</description>
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      <dc:date>2008-09-07T20:02:00+00:00</dc:date>
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      <title>Speedbird</title>
      <link>http://www.wortwerkstatt.at/index.php/chronistin/speedbird</link>
      <description>Hej Speedbird, wohin des Weges, so schnell und dann noch zu Fu&#223;? ... Wie, fl&#252;gellahm? &#45; Oh, verzeih, das wusst ich nicht. Sind ja nur 20&#8230; was? Schritte? Meilen? Minuten? Jahre vielleicht gar? ...Jetzt warte doch. Was heisst, du wei&#223;t es nicht? Ich leih dir die Schwalbe, wenn du willst. Die kennt sich hier aus, zu Fuss und zu Fl&#252;gel. Mich kostet sie ohnehin nur Zeit. Zeit und Schlaf. Den Schlaf k&#246;nnte ich gut brauchen zurzeit, schon allein wegen der Tr&#228;ume. Die knabbern sonst an meinem Tag, und das ist nicht gut. ... keine Schwalbe? ...Achso, dein Eisv&#246;gelchen. Mag sie keine Schwalben? Die sind doch ganz harmlos, solang man ihnen nicht allein begegnet. Wirklich. 

Naja.

Meistens zumindest.

Nein, hast recht, vergiss die Schwalbe. Bleib hell. Lauf nur, Eisv&#246;gelchen warten nicht gern. 

Neinnein, keine Sorge. Ich werd nicht Alice zu dir sagen.</description>
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      <dc:date>2007-11-22T21:26:00+00:00</dc:date>
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      <title>Herbstwinter</title>
      <link>http://www.wortwerkstatt.at/index.php/chronistin/herbstwinter</link>
      <description>Die Schwalbe schl&#228;gt ein, pl&#246;tzlich und unerwartet. Wirbelt den Alltagsschnee auf, der &#252;ber meinen Tr&#228;umen liegt. Die Eisdecke tr&#228;gt noch nicht, nicht mehr. Etwas ist gar nicht gut, zwitschert ihr scharfer Schnabel Angst, nicht gut. Gar nicht gut. Ich weigere mich, die Welt zu fragen. Das bist nur du, sage ich, Schwarzschwalbe, geh, wasch dich, zwitscher mir den Tag hell, nicht dunkel. Die Nacht ist lange genug.

Sie schweigt ihren &#8220;Duwirstschonsehen&#8221;&#45;Blick. Du l&#252;gst, sage ich. Es klingt nicht &#252;berzeugt.</description>
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      <dc:date>2007-11-18T19:51:00+00:00</dc:date>
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      <title>11:17</title>
      <link>http://www.wortwerkstatt.at/index.php/chronistin/11uhr17</link>
      <description>Nur ein trockener Fleck am nassen Asphalt. Bewegung, um Minuten verpasst. Der Sucher findet nichts. Mehr Wasser f&#228;llt, st&#228;rker und schw&#228;cher. Der Kaffee schmeckt schon alt. Die Abwesenheit l&#228;ngst nassgeregnet. Pl&#228;tze erinnern nichts. Nur ich. Der Tag ist verloren, und f&#252;r die Woche sieht es gar nicht gut aus.</description>
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      <dc:date>2007-07-09T10:48:00+00:00</dc:date>
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      <title>Summer in the City</title>
      <link>http://www.wortwerkstatt.at/index.php/chronistin/summer&#45;in&#45;the&#45;city</link>
      <description>Sonne bis in die letzten Winkel der verlassenen Sonntagsstadt. Es riecht nach hei&#223;em Asphalt. Das Alleinsein atmen, das Schweigen genie&#223;en. Fenster an Fenster an Fenster die H&#228;user, Glas und Beton, dahinter nur noch Gr&#252;n und Luft. Es bellt, zwitschert und kr&#228;chzt am Rande der Gro&#223;stadt. Ab und zu ein Golfball&#45;Aufprall. Zu trocken zum Rauchen, und doch. Jetzt immer weiter gehen, aus dem eigenen Leben hinaus, in kein fremdes hinein. Leichter werden und davonschweben, Luftballon ohne Leine : bald nur noch ein Punkt . am Horizont.</description>
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      <dc:date>2007-05-23T11:23:00+00:00</dc:date>
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      <title>Spirit on the water</title>
      <link>http://www.wortwerkstatt.at/index.php/chronistin/spirit&#45;on&#45;the&#45;water</link>
      <description>Tagtr&#228;ume verschwimmen mit Nachttr&#228;umen, und beide h&#228;ngen in der Luft. Wie gut das ist. Manchmal wachsen mir Fl&#252;gel, und ich gleite dahin, &#252;ber Wasser, &#252;ber Land. Alles ist leicht, und ganz ohne Technik lache ich mit den M&#246;wen, den fremden. Die Fremdheit ist sch&#246;n.

Der Schwalbe gef&#228;llt das nicht, sie will schwer sein. Schwer und dunkel. Aber das Fliegen ist hell. Verschwinde! sage ich zur Schwalbe, Mit dir fliege ich nicht. Du willst mich nur verschwirren. Schwarzflattern. Ich mag dich nicht mehr.

Die Schwalbe sagt nichts, das hat sie nicht n&#246;tig. Sie ist das Blei an der Angel. Das Lot meiner Zeit. Je l&#228;nger ich fliege, desto m&#228;chtiger wird sie.

Sie wei&#223; es und schweigt.



&amp;nbsp;</description>
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      <dc:date>2007-05-09T19:19:00+00:00</dc:date>
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