
Mein Literarischer Lebenslauf
Ich, Andrea Maria Therese Sturm, wurde am 19.9.1966 in Graz geboren. Mutter zu dieser Zeit Postbeamtin, Vater Student. Aufgewachsen bin ich in der ländlichen Idylle eines großen Gartens, der sich irgendwo in der Steiermark um ein ältliches Einfamilienhaus schmiegte. Mit 6,94 Jahren wie jeder halbwegs ordentliche Staatsbürger eingeschult, meisterte ich die Volksschule in vorbildlicher Art und Weise.
Mit diesen Voraussetzungen schien natürlich das Gymnasium der geeignete Ort für meine Weiterbildung zu sein, was sich in den Jahren, die ich im Internat der Ursulinen in Graz verbrachte, auch bestätigte. Ohne Verzögerungen brachte ich 1985 die Matura hinter mich und eilte weiter auf die Universität, wo ich Geschichte und Englisch inskribierte. In dieser Zeit änderten sich jedoch meine Einstellungen und somit mein Freundeskreis. Von einer vorbildlichen Schülerin avancierte ich zur Herumtreiberin, die die Uni nur noch sporadisch besuchte.
Nachdem ich lange genug in düsteren Kneipen herumgezogen war, und es mir nach langem Üben endlich gelang, die Zigarette genau wie Sartre zu halten, beschloß ich, meine schon seit Jahren betriebenen Schreibereien Literatur zu nennen und damit an ein breiteres Publikum heranzutreten. Da ich aber keine Ahnung hatte, wie ich das anstellen sollte, verzweifelte ich und fuhr auf Urlaub auf den Peloponnes. Dort blieb ich statt zwei Wochen fast 3 Monate, und als ich aus finanziellen Gründen gegen meinen Willen nach Graz zurückkehrte, fand ich nichts mehr, was mich dort halten konnte. Folgedessen begab ich mich nach
Wien
, in der Absicht, mich dort niederzulassen und es noch einmal mit dem Studium zu versuchen.
Ersteres gelang, wenn auch nur mit eiserner Dickköpfigkeit und der überdachenden Hilfe von Freunden; zweiteres jedoch scheiterte am administrativen Aufwand und an meiner unbändigen Lebensfreude. Nach einigem Umherirren, sowohl geographisch als auch meinen weiteren Lebensweg betreffend, verschlug es mich ins Basis-Büro und in logischer Folge in den Verein reflexionen. Hier wurde ich endlich in meinen literarischen Ambitionen unterstützt und konnte nach kurzer Lehrzeit einen Gedichtband herausbringen (Hellas, mit Illustrationen von Werner Mohr, edition Reflexionen 1991), der eine exzellente Auswahl meiner Gedichte aus den Jahren 1980 - 1990 sowie eine miserable Kurzgeschichte enthält.
Die finanzielle Situation zwang mich im Oktober 1990, einen Job als Systembetreuerin anzunehmen, den ich bis zum Sommer 1992 ausübte. Danach versuchte ich noch einmal, meine überragenden intellektuellen Fähigkeiten auf der Universität bestätigen zu lassen, diesmal auf dem Institut für Dolmetscher- und Übersetzerausbildung in Wien. Das nötige Kleingeld dazu verdiente ich mir durch einen Job an der Kinokasse, den ich bis Juni 1995 ausübte, auch wenn ich das Studium schon nach einem Jahr wieder aufgegeben hatte, weil ich fürchtete, die Ausbildung könnte meine kreativ-schreiberischen Fähigkeiten beeinträchtigen.
Von 1995 bis 1997 arbeitete ich freiberuflich als Schriftstellerin sowie in den Bereichen Computerschulung, Layout und Internet-Publishing. Meinen Roman “Annäherung”, der in dieser Zeit entstand, habe ich nie an einen Verlag zu schicken gewagt.
Die Chance, den Internetauftritt des ORF mit vorzubereiten und zu gestalten, konnte ich mir nicht entgehen lassen. Von Anfang 1997 bis August 2001 arbeitete ich im erst im Online-Montage-Team und anschließend in der Entwicklungsabteilung von ORF ON. Dieser Job ließ nicht viel Raum für künstlerische Aktivitäten. Trotzdem gibt es auch kreative Relikte aus dieser Zeit, in Form der CD Raum/Zeit (ein Crossover aus Rock, Drum&Bass und Literatur).
Seit September 2001 widme ich mich voll und ganz der Musik und dem Schreiben. Der bislang letzte manifestierte Ausbruch musikalischer Kreativität hat als Resultat die CD “Menschen” geboren, auf der die Liedermacher Michaela Benyr, Harold Weiss und der musikalische Allrounder Dorian Schaefer meine Texte mit musikalischem leben erfüllen.
Literarisch arbeite ich zur Zeit an der Vorbereitung eines Kriminalromans sowie an der Materialsichtung für einen weiteren Gedichtband; musikalisch bin ich in der D.-Band aktiv. Und die Fusion aus meinen beiden Leidenschaften versucht das Literatur- und Musikprojekt Wortklang herzustellen.